Geschichte der DIN 5008

Wer entwickelt die DIN 5008?

Die Geschichte der DIN 5008 beginnt bereits 1924.  Die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahre 2011. Die DIN 5008 wurde im Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen (NIA), Arbeitsausschuss NA 043-03-01 AA „Textverarbeitung“, überarbeitet. In diesem Ausschuss arbeiten Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, Lehrer, Sekretärinnen und Mitarbeiter von Verlagen zusammen.

Auf die Erstausgabe der DIN 5008 vom April 1949 folgten Aktualisierungen in den Jahren 1951, 1963, 1975, 1986, 1996, 2001 und 2005. Bis 1996 wurden bei der Festlegung der DIN 5008 ausnahmslos Schreibmaschinen berücksichtigt.

Die aktuellste Version stammt vom April 2011.

Eine der wesentlichen Neuerungen der DIN 5008 zur Ausgabe aus dem Jahr 2005 ist die komplette Einarbeitung der DIN 676.

Bisher erschien diese als gesonderte Norm „Geschäftsbrief – Einzelvordrucke und Endlosvordrucke“. Als eigene DIN-Norm existierte sie bereits seit 1924 – also schon lange vor der DIN 5008. Damals wurde die Gestaltung von Briefvordrucken noch völlig getrennt betrachtet von der Nutzung dieser Vordrucke.

Die DIN 676 enthielt die Gestaltungsregeln für den Vordruck von Geschäftsbriefen.

Diese Norm definierte zwei verschiedene Formblätter:

A für Geschäftsbriefe mit kleinem Briefkopf
B für Geschäftsbriefe mit erweitertem Briefkopf

Hier konnte ein Unternehmer Orientierungshilfen und Empfehlungen für den Aufbau seines Briefbogens finden – mit genauen Angaben für die DIN-gerechte Aufteilung von DIN-A4-Seiten.

Sie gab also das Briefbogen-Layout vor, auf dem anschließend ein Brief nach DIN 5008 erstellt werden konnte.

Außerdem lieferte die DIN 676 Maßangaben für die Aufdrucke auf Einzelbriefblättern und Endlosvordrucken sowie Angaben über die wesentlichen Bestandteile von Geschäftsbriefen, ihrer korrekten Positionierung und ihrer Reihenfolge.

Hauptbestandteile für das Layout waren:

  • Briefkopf, Name und ggf. Logo des Absenders
  • Anschrift des Absenders
  • Anschrift des Empfängers
  • Kommunikationsangaben (Bezugszeichenzeile bzw. Informationsblock)
  • Faltmarken am linken Blattrand
  • Warnzeichen als Hinweis für den Maschinenschreiber, dass bis zum Seitenende nur noch neun Zeilen frei waren
  • Lochmarke
  • Geschäftsangaben
  • Gesellschaftsrechtliche Angaben

Was ist neu oder veraltet?

Viele Sekretärinnen oder Assistentinnen sind schon einige Jahre vor der Umstellung der DIN 5008 in den Beruf eingetreten. Sie wissen damit auch über die älteren Regeln der DIN 5008 Bescheid. Jetzt stellt sich für Sie die Frage: Was ist neu oder veraltet?

Einige Neuerungen der DIN 5008:

Einheitliches 25-mm-Raster
Die Gradangaben in der DIN 5008 wurden aufgehoben, stattdessen ein einheitliches 25-mm-Raster eingeführt. Hierdurch haben sich z. B. die Zeilenanfangs- und Endpositionen sowie die Position des Informationsblocks verändert.

Kalenderdaten
Mit der 2011er Überarbeitung stärkt die DIN 5008 die Verwendung der Datumsschreibweise Jahr-Monat-Tag. Die Jahreszahl soll immer vierstellig geschrieben werden.

Akademische Grade
Master und Bachelor wurden als neue akademische Grade aufgenommen.